CLIMATE:LAB #5 Looking for Soup

CLIMATE:Lab #5 Looking for Soup

Veranstaltungsort:

CAMPUS Berlin Science Week
Museum für Naturkunde
Invalidenstraße 43
10115 Berlin

CLIMATE:Lab

Die Reihe CLIMATE:Lab startete im Dezember 2020. Jede Veranstaltung widmet sich einem Themenschwerpunkt: Es wird über verschiedene Forschungsthemen informiert,  inter- sowie transdisziplinäre Projekte präsentiert sowie mit dem Publikum diskutiert.

Die fünfte Ausgabe widmet sich dem „Klimaaktivismus“ und findet im Rahmen der Berlin Science Week 2023 statt. Die Veranstaltung steht im Zusammenhang mit dem CCC-geförderten Projekt „Transformation durch Kommunikation“.

Bild: Timothée Ingen-Housz

Freitag, 03. November 2023, 20:00-21:15 Uhr

Das Museum als zivilgesellschaftliches Labor

Im Oktober 2022 bespritzten Aktivist*innen Van Goghs Sonnenblumen mit Dosensuppe, um gegen die Klimakrise zu protestieren und eine Welt ohne Öl zu fordern. Sie riskierten das Gefängnis, um das Bewusstsein zu schärfen, und haben die Kunst neu gestaltet, um uns an das Offensichtliche zu erinnern: Warum sollten wir gemalte Blumen schützen, während wir die Zerstörung der lebenden Welt zulassen? In diesem kurzen Beitrag wird der Frage nachgegangen, was Museen vom Aktivismus lernen können, um die nachhaltige Transformation voranzutreiben.

Es wird untersucht, wie Sammlungen und ästhetische Erfahrungen genutzt werden können, um investigatives Denken anzuregen, mehr über die Klimakrise zu erfahren und Wissen in wirkungsvolle lokale Klimaaktionen umzusetzen. Warum sollte man nicht die Kunst nutzen, um neue Formen der bürgerlichen Kreativität zu fördern, pädagogische Instrumente zur Vermittlung von Transformationskompetenz einzusetzen und gemeinsam ortsbezogene Netzwerke zu entwickeln?

Ein aktivistisches Museum würde die Zusammenarbeit zwischen Besucher*innen, Akteur*innenen der öffentlichen Verwaltung und der Zivilgesellschaft fördern und bei der Entwicklung konkreter Projekte zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung helfen. Museen können mehr als nur kühle Schutzräume für künftige Hitzewellen bieten – sie können dazu beitragen, eine Brücke zwischen wissenschaftlichem Wissen und politischer Bildung zu schlagen, bürgerschaftliches Engagement zu motivieren und „Öl auf Leinwand“ in kollektive Klimaschutzmaßnahmen zu verwandeln.

Eintritt frei. Weitere Infos.

Referent:

 

Prof. Timothée Ingen-Housz
Prof. Timothée Ingen-Housz
Universität der Künste
Berit Petzsch

Kontakt

Berit Petzsch
Referentin Projektmanagement & Kommunikation