Nachhaltige Schulverpflegung in Berlin: Klimaverträglich, gesund und inklusiv
Ernährung Projekt

#Berlin #Ernährung
01/22 bis 12/22

Nachhaltige Schulverpflegung in Berlin: Klimaverträglich, gesund und inklusiv

Geförderte Institution: 
Technische Universität Berlin
Kooperationspartner:
Berliner Vernetzungsstelle Kita-und Schulverpflegung e.V.
Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie

Allgemeine Infos

Gemeinsam mit der Berliner Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung e.V. und der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie wurde im Projekt nach Möglichkeiten gesucht, das Schulmittagessen an Berliner Ganztagsschulen gesünder und klimafreundlicher zu gestalten. Ausgangspunkt möglicher Optimierungsmaßnahmen waren die Ergebnisse aus einer Online-Befragung von über 3.000 Schüler*innen zur aktuellen Situation der Schulverpflegung an integrierten Sekundarschulen (ISS) im BUA-Projekt „Inklusiver Wandel des Ernährungssystems – nachhaltig, gesund, gemeinsam“. Im Rahmen des CCC-Projekts konnten zusätzliche Workshops und Coaching-Treffen mit Vertreter*innen der Sekundarschulen durchgeführt werden.

Vorgehen

Zum einen wurde ein Vernetzungstreffen mit Vertreter*innen von drei verschiedenen Berliner Schulen und einem öffentlichen Schulträger durchgeführt, in dem Problemstellungen aber auch Best-Practices diskutiert wurden. Zum anderen wurden die Ergebnisse der Online-Befragung an den drei Schulen den Leitungen, pädagogischen Fachkräften und Eltern- sowie Schüler*innenvertretungen vorgestellt. Gemeinsam wurde nach Lösungen gesucht, wie das Thema einer gesunden und nachhaltigen Ernährung stärker Teil des Schulalltags werden und in den Unterricht integriert werden kann. Dabei hat die Berliner Vernetzungsstelle Schulverpflegung den interessierten Sekundarschulen konkrete Hinweise für Optimierungen der Schulernährung gegeben und sie im weiteren Prozess mit Coaching begleitet.

Ergebnisse

Durch das Projekt wurden bei den beteiligten Schulen Strategien zur Umstellung der warmen Mittagsverpflegung identifiziert. Kleinere Maßnahmen, wie beispielsweise die Erhöhung des Angebots an vegetarischen und veganen Speisen sowie gesünderen Snacks, wurden im Laufe des Jahres 2023 an den Schulen umgesetzt und wissenschaftlich ausgewertet.
Durch den Austausch mit den Berliner Senatsverwaltungen konnten konkrete Hinweise auf verbesserte Rahmenbedingungen für die Förderung gesunder und nachhaltiger Schulverpflegung weitergegeben werden. Dass der vorgesehene Kostenrahmen für das Angebot einer gesunden und nachhaltigen Mittagsverpflegung an Sekundarschulen zu gering und ein Engagement daher für Caterer nicht attraktiv ist, wurde zum Beispiel herausgestellt. Außerdem wurde auf das Fehlen konkreter Vorgaben hingewiesen, wie beispielsweise zum Anteil an Bio- oder regionalen Produkten, der im Lauf der nächsten Jahre erreicht werden soll.

Outreach

Die Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung e.V. veranstaltete im Rahmen der Internationalen Grünen Woche im Januar 2023 gemeinsam mit Schüler*innen sowie dem Staatssekretär der SenMVKU eine Diskussionsrunde zu notwendigen politischen Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Schulverpflegung.
Im Februar 2023 wurde außerdem eine Fortbildungsveranstaltung in Kooperation mit dem Projekt „Kantine Zukunft“ zur Zubereitung vegetarischer und nachhaltiger Bio-Gerichte für Schulcaterer durchgeführt.
Auf der Konferenz des „European Roundtable for Sustainable Consumption and Production“ im August 2023 an der Wageningen University (Niederlande) wurde ein zusammenfassender Vortrag der Ergebnisse des IFST- und CCC-Projekts gehalten: „Providing sustainable and inclusive school meals in Berlin secondary schools. An analysis of a transformation process with multiple barriers“.
Ein wissenschaftliches Paper der Ergebnisse aus dem IFST- und dem CCC-Projekt mit dem Titel „Providing sustainable and inclusive school meals in Berlin secondary schools. An analysis of a transformation process with multiple barriers“ befindet sich im Review-Prozess der Zeitschrift „Journal of Environmental Research and Public Health”.

 

Es ist zentral, das Thema nachhaltige Schulverpflegung stärker in den Alltag der Schulen zu integrieren und mehr Möglichkeiten der Mitbestimmung anzubieten, um die Akzeptanz bei Schüler*innen zu steigern.

Prof. Dr. Dr. Martina Schäfer
Technische Universität Berlin
Prof. Dr. Dr. Martina Schäfer

Kontakt

Prof. Dr. Dr. Martina Schäfer
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